Klavierunterricht

Inhaltsverzeichnis

Unterrichtskonzept und Philosophie

Das Klavier ist, neben der Gitarre, das am häufigsten erlernte Musikinstrument. Zweifellos hat das mit dem wunderbaren Klang dieses Instruments zu tun. Es gibt jedoch auch andere Gründe: Es gibt eine Fülle von Stücken aller Musikrichtungen für Klavier und es ist ein vergleichsweise leicht zu erlernendes Instrument, bei dem auch Anfänger schnell erste Erfolge erzielen und einfache Stücke ansprechend vortragen können. Worauf aber kommt es beim Klavierunterricht an und wie gehen wir in unserer Schule vor? Hier geben wir Ihnen einen kurzen Einblick in die Philosophie unserer Klavierschule.

Verteilung der Musikinstrumente in Deutschland (2017)

Quelle: VdM – Statistisches Jahrbuch der Musikschulen in Deutschland 2017 (entnommene Werte wurden gerundet)

Philosophie unserer Klavierschule

Unser wichtigstes Credo: Lernen muss Freude machen! Dann stellen sich Erfolge beim Klavierunterricht schneller und ohne Mühsal ein. Wir möchten, dass unsere Schüler durch unseren Unterricht einen Schlüssel zum musikalischen Universum finden – und Schritt für Schritt lernen, die Vielfalt musikalischer Ausdrucksformen zu verstehen und zu lieben.

Freude am Musik entschlüsseln

Stellen Sie sich einmal folgendes Szenario vor: Sie drücken einem Menschen, der bisher wenig gelesen hat, Goethes „Faust“ in die Hand. Wird ihm das Buch gefallen? Wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich wird er denken: „Mein Gott, wie langweilig!“ – und es nach wenigen Seiten beiseitelegen und nie wieder anschauen. Fehlt ihm das Verständnis? Ist „Faust“ zu schwer oder altmodisch? Nein – unserem „Versuchskaninchen“ fehlt einfach die Übung im Lesen und „Entschlüsseln“ literarischer Texte.
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Gretchen am Spinnrade ist ein Kunstlied von Franz Schubert von 1814. Es basiert auf einer Szene aus der Tragödie Faust I von Johann Wolfgang von Goethe.

So ähnlich ist es auch mit Musik. Viele Menschen sind es heute nicht mehr gewohnt, klassische Musik – oder auch Jazz – zu hören und empfinden diese Musikformen vielleicht als langweilig oder altmodisch. Manchmal fehlt auch hier einfach nur die Übung!

Musik ist eine Sprache

Denn: Musik ist letztlich nichts anderes als eine Sprache. Man muss sie verstehen lernen, um ihre Schönheit zu erkennen. Das Entdecken dieser Schönheiten beim Klavierlernen bereitet nicht selten so viel Freude, dass das Klavierspiel gleich viel leichter von der Hand geht. Das ist unser Ziel!

Konzept unseres klassischen Klavierunterrichts

Unser Unterricht ist so konzipiert, dass unsere Schüler die beste Grundlage für schnelle Fortschritte im Klavierspiel haben. Darum liegen unsere Schwerpunkte im Bereich Klassik und Jazz. Anhand dieser Musikrichtungen lässt sich am besten ein Verständnis für musikalische Strukturen und musikalischen Ausdruck ausbilden, das es später ermöglicht, sich jedes Stück für Klavier selbst zu erarbeiten. 

In der Klavierstunde München bieten wir alternativ klassischen Klavierunterricht und Jazzklavierunterricht an. Die Mehrzahl unserer Schüler/innen entscheidet sich für klassischen Klavierunterricht. Was aber bedeutet das genau? Welches Konzept steckt dahinter? Hier erklären wir Ihnen unser Rezept für Ihren Erfolg am Klavier.

Klassische Musik als Basis des Unterrichts

Das Klavierspiel erlernen unsere Schüler anhand klassischer Musikstücke – Stücken aus der reichen und vielfältigen Tradition westlicher Kunstmusik also. Warum aber dieser Fokus? Warum nicht Popstücke als Einstieg ins Klavier spielen lernen wählen? 

Der Grund ist ein pädagogischer. Wer später souverän und selbständig Klavier spielen möchte, braucht eine solide Grundlage verschiedener Techniken. Diese können am besten anhand klassischer Musikstücke erlernt werden. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass diese Stücke musikalisch komplexer sind. Darum sind sie ideal, um verschiedene, auch komplexere Techniken und musikalische Strukturen kennenzulernen. 

So bildet sich eine ganzheitliche musikalische Kompetenz aus, die für das selbständige Spiel später so wichtig ist. Und das bedeutet auch: Wer anhand klassischer Musik das Klavier spielen lernt, kann später auch jedes andere Genre spielen! 

Natürlich sind wir auch immer offen für die Wünsche und Interessen unserer Schüler. Wir möchten niemanden auf Klassik „festnageln“, wenn die musikalische Reise des Schülers in eine ganz andere Richtung gehen soll. Darum können auch andere Genres jederzeit in den Klavierunterricht integriert werden, wenn der Schüler es wünscht.

Unsere Methode: 5 Elemente für den Erfolg am Klavier

Was aber meinen wir, wenn wir von „ganzheitlicher musikalischer Kompetenz“ sprechen? Ganz einfach: Klavier spielen ist mehr als das Drücken der richtigen Tasten zum richtigen Zeitpunkt. Viele verschiedene Faktoren spielen zusammen, damit ein auf dem Klavier gespieltes Musikstück schön klingt, uns berührt.

Darum lernen unsere Schüler alle Komponenten, die für gutes Klavierspiel wichtig sind. Unser Klavierunterricht ruht auf fünf Pfeilern: 

Technik: Einführung zunehmend komplexe Spieltechniken.

Musikalischer Ausdruck: Die Interpretation eines Stücks.

Gehörbildung: Die Schulung der Wahrnehmung von Musik

Grundkenntnisse der Harmonielehre: Ein praktisch vermitteltes, elementares Verständnis musiktheoretischer Grundlagen.

Musikalische Bildung: Kennenlernen verschiedener Musikstile und Epochen.

Technik

Die Spieltechnik ist das Handwerkszeug des Klavierspielens. Je weiter sich der Schüler technisch entwickelt, desto mehr Möglichkeiten hat er, sich musikalisch auszudrücken. 

In einer Welt, in der nach immer mehr technischer Perfektion gestrebt wird – auch in der Musik – geht jedoch allzu leicht das verloren, was Musik für uns so wertvoll macht: der musikalische Ausdruck, ihre „Seele“. 

Technik, finden wir, darf kein Zweck an sich sein. Sie ist in unserem Konzept immer nur ein Mittel, um musikalischen Ausdruck zu erreichen.

Musikalischer Ausdruck

Musikalischer Ausdruck bedeutet: ein Stück interpretieren. Interpretation ist aber mehr, als nur etwas „Eigenes“ erschaffen. Interpretation wird auch als „Hermeneutik“ bezeichnet. In dem Wort steckt dieselbe Wortwurzel wie im griechischen Götterboten Hermes – es geht also um das Übermitteln von Botschaften. 

Das bedeutet für uns, dass die musikalische Vorlage analysiert und aus ihr die Intention des Komponisten herausgelesen werden muss. Diese wiederum ist dann in eigenen spielerischen Ausdruck zu übersetzen.

Gehörbildung

Das Gehör ist natürlich das A und O für alles Musikalische. Wir meinen mit Gehörbildung aber nicht den rein technischen Aspekt, also etwa das Heraushören eines bestimmten Intervalls. Wir meinen damit auch, dass die Wahrnehmung von Musik geschult werden muss. 

Das bedeutet vor allem: Es muss viel Musik gehört werden. So wird sich mit der Zeit ein Bewusstsein für verschiedene Interpretationen ausbilden, das wiederum dem eigenen musikalischen Ausdruck hilft. Das muss notwendigerweise auch außerhalb des Unterrichts stattfinden. Darum ermutigen wir alle unsere Schüler, viel Musik zu hören und Konzerte zu besuchen, um ihr Gehör auf möglichst vielfältige Weise auszubilden.

Grundkenntnisse der Harmonielehre

Zum Klavierspielen gehört freilich auch ein Verständnis von Musiktheorie und das Lernen des Notenlesens. Diese theoretischen Inhalte werden bei uns auf natürliche Weise in den Klavierunterricht integriert und ergeben sich ganz praktisch beim Erarbeiten eines Musikstücks. Theorie wird also nur insofern vermittelt, wie sie praktisch für das jeweilige Spielniveau notwendig ist. 

Kindern vermitteln wir das Notenlesen auf spielerische Weise, zum Beispiel mit lustigen Tieren als Noten. Also keine Angst: Langweiliges Theoriepauken gibt es bei uns nicht!

Mit kindgerechtem Lernen zu freudvollem Lernerfolg

Wir freuen uns in der Probestunde das Interesse Ihres Kindes für die Musik und für das Klavier zu wecken.
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Musikalische Bildung

Musik ist ein kulturelles Phänomen. Sie entsteht nie losgelöst vom Rest einer Kultur. Wie wir schon festhielten: Musikstücke zu interpretieren bedeutet auch, zu verstehen, was die Intention des Komponisten war. Dafür ist es wichtig, zu verstehen, in welchem gesellschaftlich-kulturellen Kontext ein Stück entstanden ist. 

Warum wurde ein Werk geschrieben und für wen? Warum ist Italienisch die „Sprache der Musik“, und was bedeutet das für die Entwicklung der Musik? Inwiefern spielt Mathematik eine wichtige Rolle für Bachs Werke, und wie kam es dazu? All dies sind Fragen, die für einen gelungenen musikalischen Ausdruck im Klavierspiel zentral sind. 

Wir vermitteln dieses Wissen, wo immer möglich, in unserem Unterricht. Gleichzeitig möchten wir unsere Schüler anregen, sich mit diesen spannenden Fragen auch jenseits des Unterrichts zu befassen und sich musikalisch weiterzubilden.

Jazz-Klavierunterricht

Count Basie, Duke Ellington, Keith Jarrett – wer sich für Jazz begeistern kann, träumt vielleicht davon, eines Tages genauso virtuos auf dem Piano zu improvisieren. Tatsächlich gibt es in München eine sehr aktive Jazzszene. Der Jazzclub Unterfahrt in Haidhausen gehört beispielsweise zu den weltweit renommiertesten und besten Jazzclubs. Wer Freude am Jazz hat und auch aktiv Musik machen möchte, lernt bei uns von professionellen Jazz-Pianisten Jazz-Klavier.

So läuft der Jazz-Klavierunterricht ab

Das Spielen von Jazz auf dem Klavier zu erlernen ist nicht bloß eine „Variation“ der Popmusik. Die Spieltechniken, aber auch die theoretischen Grundlagen, des Jazz sind sehr spezifisch und komplex. Darum ist Jazz-Klavier eine eigenständige Richtung des Klavierspiels und wird bei uns nur von entsprechend ausgewiesenen Experten unterrichtet, die mit der musikalischen Formsprache des Jazz und auch der Spieltechniken bestens vertraut sind.

Kann man auch als blutiger Anfänger mit Jazz anfangen?

Natürlich! Jazz ist eine Musikform, die stark auf Improvisation beruht. Es ist für Anfänger kein Problem, erste, einfache Patterns zu erlernen und allmählich die Komplexität des Spiels und auch die Kenntnisse der musikalischen Strukturen zu erweitern – ganz wie im klassischen Klavierunterricht. 

Grundlegende Technik des Klavierspiels, Notenlesen, Gehörbildung und Grundlagen der Harmonielehre sind allerdings auch für das Erlernen von Jazz-Piano als solide Basis für die weitere Entwicklung in Richtung Jazz-Klavierspiel notwendig. Daher gleichen sich die Anfänge in klassischem Klavierunterricht und im Jazz-Klavierunterricht. Im Jazz-Unterricht kann allerdings bei der Stückwahl schon früh auf eher „jazzige“ Stücke zurückgegriffen werden. Auch erste Improvisationen werden frühzeitig in den Unterricht integriert.

Freies Spielen für Fortgeschrittene

Es muss nicht immer die große Leidenschaft zum Jazz sein, die zum Jazz-Klavierunterricht motiviert. Oft kommen Menschen zu uns, die schon solide Vorkenntnisse im klassischen Klavierspiel haben, die sich aber wünschen, noch freier musizieren zu können, um sich beispielsweise beim Singen zu begleiten – oder auch aus purer Freude an der Improvisation. Auch dafür ist Jazz-Klavierunterricht natürlich eine sehr gute Wahl.

Wer kann bei uns Klavierspielen lernen?  

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Diese Frage können wir ganz einfach beantworten: Jeder. 

Talentförderung ist freilich ein wichtiger Aspekt unserer pädagogischen Arbeit. Junge Talente früh zu erkennen und zu fördern, ist uns ein wichtiges Anliegen. Darum gibt es regelmäßige Schülerkonzerte, die die Aufführungspraxis fördern. Zudem bereiten wir musikalisch begabte Schüler im Klavierunterricht auch auf Wettbewerbe oder die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule vor. 

Das bedeutet aber nicht, dass wir nur eine kleine Elite „Begnadeter“ bei ihrem Klavierspiel begleiten möchten. Im Gegenteil: Wir glauben, dass völlig unabhängig von Alter und Talent jeder dieses schöne Instrument erlernen kann und dass das Lernen eines Instruments für jeden eine Bereicherung ist. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Musik in jeder Form die Gesundheit fördert, entspannt und sogar klug machen kann. Das sollte, meinen wir, wirklich jedem Menschen vergönnt sein. 

Darum freuen wir uns schon auf Sie, und laden Sie – oder Ihr Kind – herzlich zu einer Probestunde bei uns ein!

Die Probestunde ist kostenlos.

Wir antworten in der Regel innerhalb von 48 Stunden.

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